Prinzipien und Werte

Wir fördern

je ein Frauen-, Ethik- und Umweltprojekt. Auch Sie können unseren Projektpartnern helfen, indem Sie sich bei Ihrer Geldanlage für eine Fördervariante entscheiden.

Wir fordern

die Einführung einer Finanztrans- aktionssteuer und die Verwendung dieser Steuereinnahmen für die Bekämpfung der weltweiten Armut!

Das EthikBank-Prinzip

unterscheidet uns von konventionellen Banken:

Anlagekriterien

Transparenz zieht sich wie ein roter Faden durch die Anlagepolitik der EthikBank. Im Ethik-Kompass können Sie nachvollziehen, wie wir unsere Anlagekriterien praktisch umsetzen, und in der gläsernen Bank legen wir jedes einzelne Geschäft offen.

Die EthikBank vergibt keine Kredite an Unternehmen und kauft keine Unternehmensanleihen von Unternehmen, die:

Unter Militärwaffen verstehen wir militärische Endprodukte, z.B. Waffen, Waffensysteme, atomare Waffensysteme, Panzer, Bomben und Streu-bomben, Landminen, inklusive strategischer Produkte und Dienst-leistungen, z. B. Munition, Verlegesysteme für Waffen, Radaranlagen und Militärtransporter.

Waffen sind Endprodukte, die an militärische Nutzer verkauft werden und die hergestellt werden, um zu töten, zu verstümmeln oder zu zerstören. Dies können unterseeische Torpedos, Bomben und Fernlenkgeschosse sein.

Unter atomaren Waffensystemen verstehen wir Waffensysteme, die eine Atomwaffe beinhalten oder die atomtauglich sind. Wir beziehen Uran als strategisches Produkt für Atomwaffen mit ein, wenn das Uran an ein Land verkauft wird, von dem bekannt ist, dass es Atomwaffen besitzt.

Streubombe ist ein übergeordneter Ausdruck: Der Begriff ‚Streubombe‘ umfasst sowohl das Mantelgeschoss (Trägergeschoss, Trägerbehälter, Rakete) als auch die Submunition, auch Bomblets genannt, die aus einer Vielzahl kleiner Sprengsätze bestehen. In einem Mantelgeschoss können sich mehrere hundert Bomblets befinden. Mit dem Trägergeschoss werden die Submunitionen über das Zielgebiet befördert. Die Trägergeschosse können unterschiedliche Arten von Bomblets verteilen. Einige sind dafür entwickelt worden, auf dem Boden als Panzerabwehrartillerie zu ver-
leiben, andere werden als Anti-Personenlandminen eingesetzt.

Geschäfte mit Anti-Personen-Landminen beinhalten die Produktion oder Reparatur von Anti-Personen-Landminen.

Nicht ausgeschlossen sind die Hersteller von allgemeinen oder zivilen Produkten (z.B. nicht spezielle Kleidung, Möbel, zivile Fahrzeuge) oder unfertigen Produkte/Vorprodukte und die an das Militär gehen bzw. die für die Herstellung von Rüstungsgütern genutzt werden können.

Quelle: imug investment research

Zum einen werden alle Unternehmen ausgeschlossen, die Atomkraftwerke besitzen oder betreiben. Des Weiteren werden die Unternehmen ausgeschlossen, die mehr als 5 % ihres Umsatzes in einem der folgenden drei Bereiche erwirtschaften: Besitz oder Betrieb von Atomkraftwerken, Vertrieb von Atomenergie oder mit bedeutenden Dienstleistungen für Atomkraftwerke.

Unter „Bedeutende Dienstleistungen für Atomkraftwerke“ verstehen wir:

  • Konstruktion und Bau von Atomkraftwerken, incl. Beratung, Design, Planung und Wartungsarbeiten
  • Erzeugung und Abbau von Kernbrennstoffen: Uranabbau, Produktion von Brennstäben und deren Transport
  • Produkte und Dienstleistungen für den Reaktor und Zusatzgebäude: Geräteausstattung für Atomreaktoren, wie z.B. Neutronendetektoren, Dampferzeuger, Überwachungssysteme
  • Behandlung und Entsorgungsdienstleistungen atomarer Abfälle
  • Produkte und Dienstleistungen in den atomaren Bereichen der Kraftwerke, incl. Pumpen, Ventile und Stellglieder
  • IT–Produkte und Dienstleistungen, die zentral für den Betrieb von Atomkraftwerken sind

Quelle: imug investment research

Als Kohlekraftwerke werden konventionelle Kraftwerke, insbesondere Großkraftwerke, bezeichnet, die den fossilen Energieträger Kohle einsetzen. Unterschieden wird dabei zwischen Kraftwerken für Braunkohle und für Steinkohle, die für spezifische Einsatzzwecke konzipiert sind: braunkohlegefeuerte Kraftwerke hauptsächlich für die Erzeugung von Strom für die Grundlast und Steinkohle hauptsächlich für die Mittellast- Stromerzeugung. Durch die Verbrennung von Kohle wird pro erzeugter Energieeinheit sehr viel Kohlendioxid freigesetzt. Der CO2-Ausstoß von Kohlekraftwerken liegt deutlich höher als der von ebenfalls fossil betriebenen Gas- und Dampfturbinenkraftwerken (GuD), die jedoch aufgrund der gleichzeitigen Erzeugung von Wärme einen höheren Wirkungsgrad aufweisen. Braunkohlekraftwerke stoßen mit 850 bis 1.200 Gramm CO2 pro Kilowattstunde erzeugten Strom mehr Kohlendioxid aus als Steinkohlekraftwerke mit 750 bis 1.100 Gramm. Zum Vergleich: bei GuD-Kraftwerken beträgt der Ausstoß ca. 400 bis 550 Gramm CO2 pro Kilowattstunde, bei Windkraft ca. 10 bis 40 Gramm CO2 pro Kilowattstunde Stromerzeugung.

Quelle: imug investment research

Die Gewinnung eines Barrels Öl aus Ölsand und Ölschiefer ist extrem energieintensiv und verursacht deutlich höhere Kosten als konventionelle Öl- und Gasproduktion. Folglich sind mit dieser Art der Ölproduktion auch deutlich höhere Treibhausgasemissionen und zudem ein sehr hoher Wasserverbrauch während des Extraktionsprozesses verbunden. Darüber hinaus hat der großflächige Abbau von Ölsand, insbesondere in Alberta, Kanada, durch die Abholzung der Wälder sowie Emissionen in Luft und Wasser einen enormen Einfluss auf die Biodiversität und die Ökosysteme vor Ort. Da im Bereich Ölsand und Ölschiefer viele Projekte noch in der Entwicklungsphase sind und mit diesen noch kein oder nur wenig Umsatz generiert wird, recherchieren imug/EIRIS für diese Kriterien neben dem Umsatz  auch die Reserven. Die Bewertung des Anteils von Ölsand /Olschiefer an den Reserven verschafft Investoren nützliche Erkenntnisse über das potenzielle zukünftige Risiko, dem Unternehmen ausgesetzt sind. 

Quelle: imug investment research

Unter gentechnischer Veränderung von Saatgut verstehen wir die industrielle Produktion von veränderter DNA und damit die Überführung von Genen zwischen Organismen, die sich natürlich nicht kreuzen würden.

Quelle: imug investment research

Hier beziehen wir uns auf die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) von 1998. Diese beinhalten:

  • Verbot von Zwangsarbeit
  • Verbot von Kinderarbeit
  • Chancengleichheit/Nicht-Diskriminierung (z. B. für Frauen und Minderheiten)
  • Vereinigungsfreiheit

Generell lässt sich sagen, dass die meisten Unternehmen wenig Informationen über ihr Verhältnis zum Thema Kinderarbeit veröffentlichen. Demzufolge arbeitet imug in diesem Themenfeld sehr stark mit Menschenrechtsgruppen und Nichtregierungsorganisationen zusammen, die die Produktionsstätten vor Ort besuchen und in engem Austausch mit den Unternehmen stehen.

Quelle: imug investment research

Unter Kosmetika verstehen wir, jedwede Substanz oder Präparat, das dafür gedacht ist, mit verschiedenen externen Teilen des menschlichen Körpers, mit Zähnen oder den Schleimhäuten des Mundraumes in Berührung zu kommen zum Zweck der Reinigung, Parfümierung, Änderung des Erscheinungsbildes und/oder der Beseitigung von Körpergerüchen und/oder des Schutzes derselben (Körperteile) oder um sie in gutem Zustand zu halten.(= Definition von Kosmetika so wie in der Richtlinie 93/35 festgelegt) 

Dazu gehören: Parfüme, Make-up Artikel, Haarpflegeprodukte, Seifen und Duschgel, Deodorants, Sonnencremes, Mundhygieneprodukte und Reinigungstücher. Wir zählen auch Verabreichungssysteme dazu, wie Mechanismen zur kontrollierten Abgabe. Der Begriff Kosmetika für sich allein verwendet bedeutet Kosmetika und Toilettenartikel.

Tierversuche für Kosmetika sind in der Europäischen Union verboten. Dieses Verbot gilt seit dem Jahr 2003 für Endprodukte; im Jahr 2009 wurde es ergänzt um Inhaltsstoffe. Heute sind Tierversuche nur noch in der medizinischen Forschung erlaubt. Diese beschränken sich auf Versuche, um die Wirkung auf die Fortpflanzungsfähigkeit, bei wiederholter Einnahme und die Beeinträchtigung des Bewegungsapparates zu untersuchen. Ab 2013 werden auch diese Tests nicht mehr erlaubt sein.

Die gesetzliche Grundlage ist ein erster wichtiger Schritt; deren praktische Umsetzung lässt jedoch zu wünschen übrig. Das heißt, das Gesetz wird in deutschen Unternehmen zwar angewandt, aber die Unternehmen schliessen nicht explizit aus, dass es auch in ihrer Lieferantenkette Berücksichtigung findet. Zudem bemängelt das imug, dass bisher keines der betreffenden Unternehmen ein klares Ausstiegskonzept nachweisen kann.

Quelle: imug investment research

Allgemein kann Korruption als ein Missbrauch einer Vertrauensstellung in einer Funktion in Verwaltung, Politik oder Wirtschaft verstanden werden, die zu materiellen oder immateriellen Vorteilen führen kann, auf die kein rechtlich begründeter Anspruch besteht. Werden korrupte Geschäftspraktiken geduldet oder sogar gefördert, können diese im schlimmsten Fall die wirtschaftliche oder auch soziale Entwicklung von Schwellen- und Entwicklungsländern verhindern.

Nach Angaben der Weltbank muss jeder Mensch rund sieben Prozent seiner Arbeitsleistung für Korruptionsschäden aufbringen. Den Umgang mit Bestechung und Korruption bewerten wir bei Kapitalmarktunternehmen anhand folgender Aspekte:

  • Klare Leitlinien bei Kapitalmarktunternehmen für Mitarbeiter und das Management, die die Forderung beinhalten, keine Form von korrupten Praktiken im Unternehmen zu dulden oder selbst durchzuführen. Diese Leitlinien beziehen sich zumeist auf rechtliche oder ethische Grundlagen, z.B. im Umgang mit Geschenken im Rahmen der Unternehmenstätigkeit.
  • Unter klaren und eindeutigen Leitlinien bei Kapitalmarktunternehmen verstehen wir, dass das Unternehmen diese Leitlinien intern oder extern veröffentlicht und an seine Mitarbeiter, idealerweise auch an seine Stakeholder, verteilt.
  • Zudem sollte das Kapitalmarktunternehmen ein System implementiert haben, das die Einhaltung der Leitlinien überwacht und die Nicht-Einhaltung behebt.

Quelle: imug investment research

Als Menschenrechte werden solche Rechte definiert, die jedem Menschen von Geburt an zustehen. Menschenrechte sind demnach unentziehbare subjektive Rechte gegenüber der öffentlichen Gewalt, einer Gruppe oder einer Person. Menschrechte umfassen bürgerlich-politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte. Indem sie in Verfassungen und internationalen Abkommen als Grundrechte formuliert werden, sollen Menschenrechte als einklagbare Rechte gestaltet werden. Jedoch werden die Menschenrechte immer noch von vielen Staaten und Unternehmen missachtet und verletzt.

Als Minimumstandard wird bei Kapitalmarktunternehmen – neben der allgemeinen Verankerung im Grundgesetz - häufig die Unterzeichnung von Prinzipien angesehen, die eine andere Organisation entwickelt hat. So schließen sich Unternehmen freiwillig bestimmten Organisationen oder Dachverbänden an und erklären ihre Übereinstimmung mit der jeweiligen Charter und den Prinzipien dieses Dachverbandes. Dies sind z.B. die UNO und ihr UN Global Compact oder die Internationale Arbeitsorganisation ILO.

Einen Schritt weiter gehen Kapitalmarktunternehmen, wenn sie eine eigene Unternehmenspolitik im Hinblick auf den Schutz der Menschenwürde und die Einhaltung der Menschenrechte niederschreiben, veröffentlichen und im Unternehmen als verbindliche Leitlinie verankern.

Bei Menschenrechtskriterien wird unterschieden, ob das Kapitalmarktunternehmen in undemokratischen Ländern große oder kleine Präsenzen vor Ort hat. So haben beispielsweise die Textil- oder Nahrungsmittelindustrie in politisch und sozial instabilen Ländern oftmals große Produktionsstätten und damit einen stärkeren Einfluss auf die Einhaltung der Menschenrechte als z.B. ein Unternehmen der Medienbranche mit nur einer kleinen Repräsentanz.

Den Umgang mit Menschenrechten bewerten wir anhand folgender Aspekte:

  • Eine klare und aussagekräftige Unternehmenspolitik, die den Umgang mit Menschenrechten thematisiert – Verpflichtung zur Einhaltung der ILO Core Labour Standards und der Einhaltung des UN Global Compact
  • Unter klaren und eindeutigen Leitlinien verstehen wir, dass das Kapitalmarktunternehmen diese Leitlinien intern oder extern veröffentlicht und an seine Mitarbeiter, idealerweise auch an seine Stakeholder, verteilt.
  • Zudem sollte das Kapitalmarktunternehmen ein System implementiert haben, das die Einhaltung der Leitlinien überwacht, Missstände gegenüber dem Management adressiert und eine Nicht-Einhaltung behebt.

Quelle: imug investment research


Weitere Geschäfts- und Investitionsverbote:

Die EthikBank spekuliert nicht mit Rohstoffen oder Nahrungsmitteln. Wir lehnen den spekulativen Ankauf und Verkauf von Nahrungsmittel und Rohstoffen zur Erzielung eines Gewinnes ab, da durch Spekulation die Preise für diese Grundbedürfnisse ohne reale Grundlagen in die Höhe getrieben werden.

Die EthikBank kauft keine Staatsanleihen, die an einem der folgenden Kriterien scheitern:

  • unterdurchschnittliches Nachhaltigkeitsrating
    (Soziales, Umwelt, Governance)
  • Verstöße gegen die Menschenrechte
    (politische Rechte und zivile Grundfreiheiten)
  • mittlerer bis hoher Korruptionsgrad

Die EthikBank investiert nicht in Unternehmen oder Staaten, die die Negativkriterien zwar nicht verletzen, aber die in kritischen Geschäftsfeldern tätig sind oder aufgrund umstrittener Aktivität an den ethischen Ansprüchen der EthikBank scheitern.

Die EthikBank spendet nicht an politische Parteien. Wir lehnen das finanzielle Geschäftsgebaren einiger politischer Parteien ab, das nach unserem Verständnis gegen soziale und demokratische Grundsätze verstößt.

Die EthikBank investiert das Geld ihrer Kunden in die Unternehmen des Natur-Aktien-Index (NAI) und des Global Challenges Index (GCX).

Darüber hinaus kauft die EthikBank Wertpapiere ausgewählter Unternehmen des DAX und MDAX, sofern diese nicht mit unseren Negativkriterien in Berührung kommen. Unternehmen, die nicht an den Negativkriterien scheitern, müssen zusätzlich die folgenden sozialökologischen Standards erfüllen: 

Um die Reaktionen des Unternehmens auf die Herausforderungen des Klimawandels zu bewerten, wurden die Unternehmen in über 50 Sektoren eingeteilt, welche den Einflusses ihres Geschäfts auf den Klimawandel zwischen „sehr hoch“, „hoch“, „mittel“ und „wenig“ differenziert. Bei dieser Klassifizierung spielte nicht nur die direkte und indirekte Belastung des Klimas durch Emissionen eine Rolle, sondern auch das voraussichtliche Wachstum sowie die volkswirtschaftliche Relevanz der Branche eine Rolle.

In einem zweiten Schritt werden die Maßnahmen des Managements in Bezug auf den Klimawandel analysiert. Entscheidend ist dabei, in wie weit das Unternehmen den eigenen Einfluss auf den Klimawandel kommuniziert, ihn in seine Unternehmenspolitik aufnimmt, kurz- wie langfristige Maßnahmen zur Bewältigung des Klimawandels auf den Weg gebracht hat und diese schon Erfolg zeigen.

Die beste Bewertung erreichen Unternehmen wenn sie ihre Emissionen in den letzten drei Jahren bereits um mindestens 7,5 Prozent gesenkt haben oder die Effizienz ihrer Produktion entsprechend steigern konnten. Die Gesamtbewertung ergibt sich aus der Kombination der Einflussklassifizierung mit der Bewertung der bereits ergriffenen Maßnahmen, so dass Maßnahmen von Unternehmen mit einem hohen Grad an Einfluss stärker ins Gewicht fallen als von jenen die nur geringen Einfluss auf das globale Klima haben.

Unter der Umweltpolitik eines Unternehmens verstehen wir das explizite Statement eines Unternehmens bezüglich seines Verhältnisses zur natürlichen Umwelt und wie es mit den Umweltauswirkungen, die das Unternehmen mit sich bringt, umgehen will. Dieses Statement sollte im Geschäftsbericht, im Umweltbericht, in Broschüren, auf der Internetseite oder an einem anderen Ort öffentlich zugänglich sein.

Die Umweltpolitik wird nach einer klaren Methodologie, u. a. anhand folgender Kriterien bewertet: Bezug zu allen wichtigen Umweltthemen, klare Verantwortlichkeiten für den Umweltbereich, Verpflichtung zur Verwendung von Zielen, zur Überwachung und zum kontinuierlichen Audit, zur öffentlichen Berichterstattung, zur Einbeziehung relevanter Anspruchsgruppen, Einhaltung weltweiter Standards, Verwendung des „Product Stewardship“, Schritte Richtung Nachhaltigkeit und die Mitgliedschaft in bestimmten umweltorientierten
Unternehmensverbänden.

Unter Umweltmanagementsystem verstehen wir ein schriftlich festgelegtes und standardisiertes Managementsystem, das das Ziel hat, die Umweltauswirkungen des Unternehmens zu begrenzen und kontinuierlich zu überwachen. Internationale Zertifizierungen, wie der ISO14001 Standard und die EMAS-Verordnung der Europäischen Union, gelten als Richtlinie.

Anhand des Umfangs der Zertifizierungen, bezogen auf die Gesamtheit der Unternehmensaktivitäten, wird die Bewertung des Umweltmanagementsystems vorgenommen. Wenn das Unternehmen keine ISO- oder EMAS Zertifizierung besitzt, sondern ein eigenes Umweltmanagementsystem implementiert hat, wird es anhand einer klar definierten Methodologie von imug bewertet.

Bei den Umweltleistungen des Unternehmens messen wir die tatsächlichen Verbesserungen im Ressourcenverbrauch, den Emissionen sowie bei Abfall und Recycling. Anhand bestimmter Schlüsselindikatoren werden die Veränderungen über einen Zeitraum hinweg, z. B. im Energieverbrauch, der Abfallproduktion, der Luft- und Wasseremissionen und den Treibhausgasen, bewertet.

Bei diesem Kriterium bewerten wir das Managementsystems des Unternehmens, das sich mit dem Thema Menschenrechte befasst. Es geht vor allem um Unternehmensaktivitäten in den Ländern, in denen Menschenrechtsverletzungen geschehen. Anhand einer klar detaillierten Methodologie bewerten wir den Umgang der Unternehmen mit Menschenrechtsfragen.

Unternehmen werden anhand von drei Elementen bewertet: Einbeziehung der Menschenrechtsfragen in die Risikobewertung und -analyse, Kommunikation und Mitarbeitertraining bei Menschenrechtsthemen sowie die Implementierung der Menschenrechtspolitik und ihrer Kontrolle (Monitoring).

Bei diesem Kriterium bewerten wir die Unternehmensaktivitäten oder das Managementsystem zur Förderung der Chancengleichheit und Vielfalt der Mitarbeiter. Folgende Aspekte werden analysiert; diese fließen in eine Gesamtbewertung ein:

  • Gibt es einen hochrangigen Mitarbeiter im Unternehmen, der für die Unterstützung und Förderung der Chancengleichheit verantwortlich ist?
  • Kontrolliert das Unternehmen den Erfolg seiner Ziele, die es in der Unternehmenspolitik zur Chancengleichheit festgeschrieben hat?
  • Ist das Unternehmen in der Lage, unterstützende Zahlen zur Chancengleichheit im Unternehmen vorzulegen (z.B. Anteil von Frauen in Führungspositionen, Anteil von Ausländern an der Belegschaft)?
  • Beträgt der Anteil von weiblichen Führungskräften mehr als 10% oder repräsentiert der Anteil weiblicher Führungskräfte mindestens 2/5 des gesamten Frauenanteils an der Belegschaft?
  • Beträgt der Anteil der Führungskräfte, die ethnische Minderheiten repräsentieren, mindestens 2/5 des Anteils, den ethnische Minderheiten an der Belegschaft insgesamt innehalten?
  • Bietet das Unternehmen flexible Arbeitszeitprogramme an und unterstützt damit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf? Folgende Aspekte können von den Unternehmen angeboten werden: Teilzeitarbeit, Job-Sharing, Sabbatjahre, Kinderbetreuungsangebote oder unterstützende Maßnahmen, bezahlter Elternschaftsurlaub.

Unternehmen werden hinsichtlich des Umfangs sowie der Intensität ihres Umgangs mit den verschiedenen Anspruchsgruppen (im Fachjargon: Stakeholder) bewertet. Dabei werden Kriterien wie die Durchführung von Kunden-, Lieferanten- oder Mitarbeiterbefragungen, die Vorgehensweise bei der Beantwortung von Stakeholderanfragen sowie der Umfang des Systems zur Qualitätskontrolle von Produkten herangezogen. Im Hinblick auf Produkte und Dienstleistungen werden die Unternehmen positiv bewertet, die die sozialen Auswirkungen ihrer Produkte oder Dienstleistungen identifizieren. Ein weiteres Kriterium ist das Engagement eines Unternehmens auf lokaler Ebene, d.h. die Zusammenarbeit mit Anspruchsgruppen in den Standortgemeinden.

Im Idealfall kann ein Unternehmen das Ergebnis „gute Offenlegung des Stakeholder Engagements“ erreichen. Diese Bewertung erhält ein Unternehmen unter der Voraussetzung, dass ein wesentlicher Anteil seiner stakeholderbezogenen Aktivitäten regelmäßig, mindestens alle zwei Jahre, unabhängig zertifiziert wird. Darüber hinaus bedingt diese Bewertung, dass mindestens zwei Anspruchsgruppen – besondere Bedeutung wird dabei Kunden, Mitarbeitern und Lieferanten zugemessen - nach ihren Meinungen und Eindrücken befragt werden.

Das Managementsystem zur Weiterbildung und Personalentwicklung bewerten wir anhand
folgender Aspekte:

  • Verantwortlichkeit eines leitenden Angestellten für den Bereich der Weiterbildung und der Personalentwicklung
  • Jährliche Mitarbeitergespräche für mindestens 25% der Mitarbeiter, um den Weiterbildungs- und Personalentwicklungsbedarf individuell festzustellen
  • Anteil der gesamten Personalkosten für Mitarbeiterschulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen
  • durchschnittliche Schulungskosten pro Mitarbeiter
  • Anzahl der durchschnittlichen Trainingstage pro Mitarbeiter
  • Gesamtbudget für Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen

Unter organischem Arbeitsplatzwachstum verstehen wir jegliche Form des Nettozuwachses; ausgeschlossen werden zusätzliche Arbeitsplätze als ein Ergebnis von Übernahmen und Unternehmenszukäufen. Folgende Aspekte werden analysiert:

  • Verantwortlichkeit eines leitenden Angestellten für den Arbeitsplatzerhalt und die Schaffung neuer Arbeitsplätze
  • Öffentliche Verpflichtung zur Vermeidung von betriebsbedingten Kündigungen
  • Unterstützung von Konsultationsprozessen bei Restrukturierungen und Entlassungen
  • Offenlegung von Zahlen über Anteil befristeter Arbeitsverträge (sollte weniger als 10% betragen)
  • Erlangung eines positiven Arbeitsplatzwachstums innerhalb der letzten drei Jahre (mehr als 0%)

Die Bewertung dieser Einzelkriterien fließt in eine Gesamtbewertung ein.

Den Umgang mit Bestechung und Korruption bewerten wir anhand folgender Aspekte:

  • Klare Leitlinien für Mitarbeiter und das Management, die die Forderung beinhalten, keine Form von korrupten Praktiken im Unternehmen zu dulden oder selbst durchzuführen. Diese Leitlinien beziehen sich zumeist auf rechtliche oder ethische Grundlagen, z.B. im Umgang mit Geschenken im Rahmen der Unternehmenstätigkeit.
  • Unter klaren und eindeutigen Leitlinien verstehen wir, dass das Unternehmen diese Leitlinien intern oder extern veröffentlicht und an seine Mitarbeiter, idealerweise auch an seine Stakeholder, verteilt.


Zudem sollte das Unternehmen ein System implementiert haben, das die Einhaltung der Leitlinien überwacht und die Nicht-Einhaltung behebt.

Die EthikBank investiert außerdem in die überdurchschnittlich guten Staaten (einschließlich Bundesländer, Provinzen und Kommunen). Basis der Bewertung ist das Nachhaltigkeitsrating für Staaten der Zürcher Kantonalbank.

Die EthikBank legt das Geld ihrer Kunden in Wertpapieren mit festgelegter sozialökologischer Zweckbindung - z.B. Eurofirma (Finanzierung von Zügen und Lokomotiven) oder die Deutsche Bahn AG (Betrieb eines Schienennetzes mit Zügen und Lokomotiven) - und staatlichen Förderbanken sowie in Pfandbriefen an, die Immobilienkredite und öffentliche Aufgaben finanzieren.

Häufige Fragen zu den Anlagekriterien der EthikBank:

Kann ein DAX-Unternehmen wirklich nachhaltig wirtschaften?

Ein global operierender Konzern ist per se weniger nachhaltig zu beurteilen als ein "grüner" Nischenproduzent. Um in unserer Gesellschaft etwas verändern zu können, müssen wir aber auch die Konzerne in die Verantwortung nehmen. Denn aufgrund ihrer Anlagepolitik können die EthikBank® und ihre Kunden einen gewissen Handlungsdruck auf die jeweilige Konzernführung ausüben. Wenn sich Konzerne positiv mit Umwelt- und Sozialfragen auseinandersetzen und entsprechende Standards verwirklichen, so geschieht dies durch Druck einer kritischen Öffentlichkeit. Dieser Druck ist wichtig, und deshalb investiert die EthikBank® auch in ausgewählte Konzerne.

Kann ich als Kunde überprüfen, wo genau die EthikBank investiert?

Ja, die EthikBank® legt bis ins Detail offen, in welche Wertpapiere und Kundenkredite sie das Geld ihrer Kunden investiert. Das macht sie zu einer gläsernen Bank.

Was bleibt nach Abzug der Negativkriterien noch übrig?

Eine ganze Menge gesunder und verantwortungsbewusster Firmen. Wir investieren das Geld unserer Kunden in Unternehmen, die positive Beispiele setzen, die Umwelt schonen, die Vielfalt und Gleichberechtigung ihrer Mitarbeiter fördern, Weiterbildung und Personalentwicklung betreiben. Und wir legen das Geld unserer Kunden in Pfandbriefen an, die der zweckgebundenen Finanzierung von Immobilien, besonders der Wohnhausfinanzierung, dienen.

Sie haben noch Fragen? Wir die Antworten.

oder gehen sie nach oben zum Seitenanfang

Mehr Informationen

Faire und transparente Bank wählen

Geld fair BIETEN

Fairness im Bankgeschäft beginnt mit Transparenz. Unsere sozial-ökologischen Anlagekriterien verbieten Investitionen in Rüstung, Atomenergie und grüne Gentechnik. Auch Tierversuche und Kinderarbeit sind tabu für uns. Das Geld unserer Kunden fließt nur in solche Kundenkredite und Wertpapiere, die unseren sozial-ökologischen Standards genügen. Fairgewissern Sie sich selbst im Ethik-Kompass!

Für Eilige

Die Anlagekriterien der EthikBank auf einem Blick

Für Gründliche

Ausführliche Beschreibung der Anlagepolitik der EthikBank

Was macht die Bank mit meinem Geld?

Das sehen Sie hier: