Prinzipien und Werte

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Das EthikBank-Prinzip

unterscheidet uns von konventionellen Banken:

Bilanz-Pressekonferenz am 24.02.2016

24.02.2016

    Freiräume für die Zukunft erkämpfen

    EthikBank wächst 2015 überdurchschnittlich trotz schwieriger Rahmenbedingungen

    Auch 13 Jahre nach ihrer Gründung bleibt die EthikBank ein Erfolgsmodell. Das zumindest belegen die Bilanzzahlen für das Geschäftsjahr 2015. So wuchs die Bilanzsumme des alternativen Kreditinstituts um solide fünf Prozent auf 376 Mio. Euro – ein Ergebnis, das derzeit nicht jede Bank vorlegen kann. „Unser sozial-ökologisches Geschäftsmodell überzeugt, das zeigen die Zahlen für das vergangene Jahr“, fasst der Vorstandsvorsitzende der EthikBank Klaus Euler zusammen. „Vor allem weil wir das nachhaltige Banking als Prinzip leben und damit ein Beispiel dafür geben, wie wir uns die Finanzwelt wünschen.“

    Dass die Bank mit dieser Einstellung das Vertrauen seiner neuen und alten Kunden gewonnen hat, beweist das Einlagenwachstum von zwölf Prozent auf 346 Mio. Euro. Vor allem im Geschäftskontenbereich habe sich das Unternehmen gut entwickelt, sagt Klaus Euler. „Auch hier lässt sich der Bedeutungszuwachs von Nachhaltigkeit in der Wirtschaft feststellen“, ergänzt er. „Zum einen richten sich viele Unternehmen, vor allem im Mittelstand, zunehmend selbst nach entsprechenden Prinzipien aus, zum anderen erwarten das einfach deren Kunden.“ Der ausgezeichnete Service spreche außerdem für die ethische Direktbank.

    In Zeiten der Niedrigzinsen ist das Kreditgeschäft für eine Bank besonders wichtig. Auch hier konnte die EthikBank mit einem Plus von neun Prozent zulegen. Vor allem Immobilienkredite sind für das Wachstum in diesem Bereich verantwortlich. Mit dem Ökobaukredit fördert die EthikBank besonders das ökologische Bauen. Umweltbewusste Bauherren erhalten von ihr Sonderkonditionen für die Verwendung von umweltfreundlichen Baustoffen und eine energieeffiziente Bauweise. Auch in diesem Bereich trägt das sozial-ökologische Kreditinstitut somit zur Verbreitung seiner Prinzipien bei.

    Doch trotz der positiven Nachrichten aus dem vergangenen Jahr – Euphorie will nicht aufkommen. Zwar sei die Bank mit einer sehr effizienten Aufwand-Ertrag-Relation von 59 Prozent und mit einem sehr stabilen Eigenkapitalfundament von über 28 Mio. Euro (plus 8 Prozent) sehr zukunftsfähig aufgestellt, doch die Rahmenbedingungen gerade für mittelständische Kreditinstitute seien mehr als schwierig, informiert der Vorstandsvorsitzende. „Vor allem die anhaltende Niedrigzinssituation macht uns zu schaffen, da sie große Auswirkungen auf unsere Ertragslage hat. Die wichtigste Einnahmequelle, die Zinsmarge, geht stetig zurück und engt den Handlungsspielraum ein“, sagt Euler.

    Banken werden dadurch gezwungen, auf risikoreiche Spekulationsgeschäfte auszuweichen. Der EthikBanker sieht darin einen deutlichen Wettbewerbsvorteil für die Großbanken, die in hohem Umfang spekulativ tätig sind. Allerdings bedeutet mehr Spekulation auch mehr Risiko, was die Stabilität des Bankensektors weiter gefährde. „Es ist schon paradox, dass ausgerechnet die risikoarm agierenden Kreditinstitute, wie Volksbanken und Sparkassen, von den Maßnahmen, die eigentlich die Folgen der Krisen vergangener Jahre bekämpfen und zukünftige Krisen verhindern sollen, in ihrer Existenz bedroht werden.“

    Euler spielt damit auf ein weiteres Problem für die mittelständischen Banken an: die überbordende Kontrollbürokratie der Europäischen Union. Auch hier werde kaum ein Unterschied zwischen den regional agierenden und der Realwirtschaft dienenden Banken und den Großkonzernen gemacht. Der bürokratische Aufwand bringt mittelständische Banken, wie die EthikBank, an den Rand der Belastungsgrenze, sagt Klaus Euler. „Zunächst werden mittelständische Banken Filialen schließen oder mit anderen Instituten fusionieren, was einen Rückzug aus der Fläche zur Folge hat. Wird diese Politik nicht gebremst, verschwinden die regional verwurzelten Volksbanken und Sparkassen dauerhaft. Der gesunde und resistente Bankenmischwald wird sich in eine krisenanfällige Monokultur verwandeln“, fasst Euler die Situation zusammen.
    Besonders bedauert der Vorstandsvorsitzende der EthikBank, dass diese Entwicklungen einfach so geschehen, ohne dass politisch dagegen vorgegangen wird. „Die Idee der Genossenschaftsbanken stirbt gerade und unsere Interessenvertretung, der Bundesverband Deutscher Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), schaut dabei zu“, übt er deutlich Kritik. „Der BVR muss endlich die soziale und politische Tragweite dieser Vorgänge erkennen und sich gemeinsam mit seinen Mitgliedern wehren.“ Als Gedankenspiel regt Euler an, „wie es wäre, wenn alle Genossenschaftsbanken und Sparkassen im Schulterschluss für einen Tag ihren Geschäftsbetrieb ruhen lassen?“.
    Euler jedenfalls will nicht mehr tatenlos zusehen. Gemeinsam mit seinen Mitarbeitern plant er, die Bank für einen Tag zu schließen und mit diesem Streik auf die bedrohliche Situation aufmerksam zu machen. „Wir wollen auch in den kommenden Jahren für unser nachhaltiges Geschäftsmodell einstehen und den Finanzmarkt mit unserer täglichen Arbeit zukunftsfähig gestalten. Doch das geht nur unter fairen Wettbewerbsbedingungen und mit den Freiräumen, die es braucht, um bewährte Modelle umzusetzen und neue Ideen zu entwickeln.“

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