Betriebsküche Dresden

Ein passendes Rezept für solidarisches Zusammenleben

Unweit der berühmten Dresdner Sehenswürdigkeiten wurde aus einer ehemaligen Kantine der Deutschen Bahn ein gemeinschaftliches Wohnprojekt, das Menschen verbindet. In dem markanten Gebäude wurden über Jahrzehnte täglich Mahlzeiten zubereitet. Heute knüpft die Betriebsküche an diese Geschichte an – allerdings auf neue Weise.

Aus einem Ort der Versorgung wird ein Ort des Zusammenlebens

Die Menschen hinter der Betriebsküche möchten mehr schaffen als bezahlbaren Wohnraum. Ihr Ziel ist es selbstverwaltet, gemeinschaftlich und solidarisch miteinander zu leben und einen alternativen Gegenentwurf zu bestehenden Wohn- und Lebensformen in Dresden zu schaffen. Seit der Gründung des Projekts im Jahr 2012 wurde auf über 3.700 m2 nicht nur bezahlbarer Wohnraum für insgesamt 17 Personen geschaffen, sondern auch ein Nachbarschaftsort zum Verweilen und Genießen. 

Warum wir mit dem Wohnprojekt B63 zusammen arbeiten

Als EthikBank fördern wir alternative Wohnprojekte, die soziale, ökologische und gemeinschaftliche Ziele verfolgen. Durch die Umnutzung der ehemaligen Kantine konnte nicht nur langfristig bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden, der sich den finanziellen Zwängen des Marktes entzieht, sondern ebenfalls ein Ort, der Solidarität und Gemeinschaft lebt.
Mit ihrem Engagement für Gemeinschaft, Teilhabe und gelebte Solidarität steht die Betriebsküche beispielhaft für die Werte, die die EthikBank mit ihrer langfristig ausgelegten Finanzierung unterstützen möchte.

Offen für das Quartier

Die Betriebsküche versteht sich nicht als abgeschlossener Wohnort, sondern als Teil ihres Umfelds. Das Projekt schafft Verbindungen in die Nachbarschaft und eröffnet Räume für Austausch, Begegnung und gemeinsame Aktivitäten. 
Dadurch entsteht ein Ort, der über seine Bewohner:innen hinauswirkt und das soziale Leben im Stadtteil bereichert. Wo früher Menschen zum Essen zusammenkamen, können heute neue Ideen, Kooperationen und Gemeinschaften wachsen. Die Betriebsküche stellt der Nachbar:innenschaft Räumlichkeiten zur Verfügung, die für Geburtstage, Klavierunterricht, Tanzgruppen und andere Treffen genutzt werden.
Über den Betriebsküche Friedrichstadt e.V. organisiert die Bewohnendenschaft verschiedene Bildungs- und Veranstaltungsformate für Kinder und Erwachsene. 

Die Küche bleibt auch heute nicht kalt

Die Betriebsküche bleibt ihrem ursprünglichen Zweck auf besondere Weise treu. Wo einst Beschäftigte der Deutschen Bahn versorgt wurden, werden die Räumlichkeiten heute auch durch die Dresdner Tafel genutzt, um Menschen zu unterstützen, die auf Hilfe angewiesen sind. So wird aus einem Gebäude mit Vergangenheit ein Ort, der auch in Zukunft für Gemeinschaft und Zusammenhalt steht. 

Ein Zuhause, dass allen gehört

Besonders in Städten ist bezahlbarer Wohnraum Mangelware und wird damit insbesondere für junge Menschen zu einer enormen Belastung. So auch in Dresden: Steigende Mieten und spekulative Immobiliengeschäfte erschweren die Entwicklung von gemeinschaftlichen und selbstbestimmten Wohnformen. Das Wohnprojekt folgt daher einer einfachen Logik: Bezahlbares Wohnen schafft Freiräume – für Gemeinschaft, Engagement und ein selbstbestimmtes Leben. Mit einer Miete von rund 5 Euro pro Quadratmeter möchte die Betriebsküche genau diese Freiräume schaffen und langfristig erhalten.

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