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Das EthikBank-Prinzip

unterscheidet uns von konventionellen Banken:

Ausbildungsbeginn auf dem Bauernhof

19.08.2016

Paula Kühnel und Dominik Busch bewegen sich sicher über das Gelände der Agrargenossenschaft Buchheim-Crossen. Doch sie haben keine Ausbildung zum Landwirt begonnen sondern lernen seit zwei Wochen den Beruf des Bankkaufmanns bei der EthikBank. 

    Über den Schreibtisch hinausblicken

    Auszubildende der EthikBank beginnen ihre Lehrzeit auf dem Bauernhof

    Eigentlich hatten sich Chantal Fröhlich, Paula Kühnel und Dominik Busch auf Anzug und Kostüm sowie ein aufgeräumtes Büro eingestellt, als sie Anfang August ihre Ausbildung begannen. Denn schließlich wollen sie in den kommenden drei Jahren den Beruf der Bankkauffrau bzw. des Bankkaufmanns erlernen. Doch nach nur einem Tag fanden sie sich in Latzhosen und Gummistiefeln zwischen Heuballen wieder. Anders als bei anderen Kreditinstituten starten die Auszubildenden der EthikBank nämlich mit einem vierwöchigen Praktikum auf dem Bauernhof in ihre Lehrzeit.

    „Selbstverständlich haben die Auszubildenden eine gewisse Vorstellung von ihrer zukünftig“en Tätigkeit, wenn sie bei uns beginnen", sagt Manuela Geier, die Ausbildungsverantwortliche der EthikBank. „Doch diese wollen wir gleich am Anfang etwas relativieren, damit sie den Blick weiten und erkennen, worum es während unserer täglichen Arbeit geht.“ Natürlich habe die unmittelbare Arbeit in einer Bank mit Zahlen, wirtschaftlichem Denken und rechtlichen Bedingungen zu tun. „Doch tun wir das nicht zum Selbstzweck sondern immer im Interesse und zum Wohle von Mensch und Natur“, ergänzt Manuela Geier. In der Agrargenossenschaft Buchheim-Crossen sollen die neuen jungen Mitarbeiter in die Lebenswirklichkeit vieler Kunden eintauchen.

    Das haben auch die Azubis schnell verstanden. „Ich muss schon zugegeben, dass ich zu Beginn des Praktikums das Gefühl hatte, ich laufe gegen eine Wand, da alles so neu und ungewohnt war“, sagt die aus Gera stammende Paula Kühnel. „Aber schon nach ein, zwei Tagen hat es richtig Spaß gemacht.“ Auch die anfängliche Angst vor den Kühen habe sie abgelegt. Inzwischen geht die 16-Jährige entschlossen aber behutsam und respektvoll mit den jungen Kälbern um, hilft beim Füttern und mistet die Ställe aus. Auch mit den Kollegen auf dem Bauernhof versteht sie sich sehr gut: „Sie sind alle richtig nett und erklären vor allem alles sehr gut und geduldig.“ Ihr Kollege Dominik Busch kann da nur zustimmen. Der 17-jährige Eisenberger hat zwar durch seine Haustiere schon etwas Erfahrung in diesem Bereich, aber der Umgang mit Pferden, um die er sich während der Zeit im Stall vor allem kümmert, ist auch für ihn neu. Außerdem hat die Beschäftigung in der Agrargenossenschaft seine Wahrnehmung von körperlicher Arbeit verändert. „Ich habe mir schon vorgenommen, beispielsweise meinem Vater öfter mal unter die Arme zu greifen“, sagt der zukünftige Banker.

    „Das sind genau die Effekte, auf die wir setzen mit der ungewöhnlichen Maßnahme zu Beginn der Ausbildung“, sagt Manuela Geier. „Wir sitzen zwar meist im Büro, aber unsere Kunden arbeiten in den unterschiedlichsten Bereichen.“ Um Einfühlungsvermögen dafür zu entwickeln, helfe es, das selbst mal für eine kurze Zeit zu erleben. Dabei beschränkt sich die Bank nicht nur auf den Agrarbereich – im letzten Lehrjahr absolvieren die Auszubildenden in der Regel ein Praktikum in einem Eisenberger Pflegeheim. So will die EthikBank ihren neuen jungen Mitarbeitern auch die Prinzipien des alternativen Kreditinstituts vermitteln.

    Dass die Jugendlichen, die in den Wochen auf dem Bauernhof auch als Team immer besser funktionieren, sich noch kurzfristig umentscheiden und eine Ausbildung zum Landwirt beginnen, ist aber ausgeschlossen. Dafür sind beide viel zu neugierig auf ihre neuen Aufgaben. Paula Kühnel hat sich im Vorjahr bereits während eines Schulpraktikums ein Bild vom Kreditinstitut gemacht. Beide freuen sich vor allem auf den Kontakt mit den Kunden, egal ob persönlich oder am Telefon.

    Wer Interesse hat, kann wie Paula jederzeit im Rahmen eines Praktikums in den Beruf der Bankkauffrau bzw. des Bankkaufmanns hineinschnuppern. Bis 31. November läuft außerdem noch die Bewerbungsfrist für den Ausbildungsbeginn im Sommer 2017. Mit Chantal Fröhlich hat in diesem Jahr auch wieder einmal eine Studentin der Berufsakademie Gera ihr Bachelor-Studium mit Fachrichtung Bank bei der EthikBank begonnen. Dieser Möglichkeit des dualen Studiums will sich das sozial-ökologisch ausgerichtete Geldhaus nicht verschließen.

    Bilderbuch

    • Dominik Busch und Paula Kühnel beginnen Ihre Ausbildung auf dem Bauernhof.

    Bilder: © Fotostudio Arlene Knipper-Berg

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