Prinzipien und Werte

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Das EthikBank-Prinzip

unterscheidet uns von konventionellen Banken:

Bilanz-Pressekonferenz

09.03.2011

Eisenberg: „2010 war für uns ein ausgesprochen erfolgreiches Jahr“, erläutert der Vorstandsvorsitzende Klaus Euler während der gemeinsamen Bilanz-Pressekonferenz der EthikBank® und deren Mutter (Volksbank Eisenberg). Kundenkredite, Kundeneinlagen und das Ergebnis sind deutlich gestiegen. Klaus Euler erwartet trotz eines zunehmend kritischen Umfeldes auch in den nächsten Jahren ein überdurchschnittlich steigendes Geschäftsvolumen. Sorgen bereitet ihm die Politik: „Ich sehe die Gefahr, dass die Überregulierung der Banken das in Deutschland einmalige Drei-Säulen-Modell gefährdet. Die für kleinere Institute unangemessene Regulierung wird zu einer starken Konzentration der Banken führen und das systemische Risiko erhöhen.“

Bilanz-Pressekonferenz am 09.03.2011

EthikBank® avanciert zur Hausbank

Trotz des stark gewachsenen Kundengeschäftes (+ 26 Millionen Euro) hat sich die konsolidierte Bilanzsumme der Volksbank Eisenberg und ihrer Tochter EthikBank® von 270 auf 260 Millionen Euro verringert. „Das ist ein gesundes Schrumpfen, denn wir haben Refinanzierungen bei anderen Banken in Höhe von 35 Millionen Euro abgebaut und gleichzeitig im Kundengeschäft 26 Millionen Euro gewonnen“, erläutert Klaus Euler die Verschiebung.

Kundeneinlagen am stärksten gewachsen

Allein die Kundeneinlagen sind in der Gesamtbank von 210 auf 233 Millionen Euro (+ 11 Prozent) gestiegen. Dieses Wachstum kommt primär aus der EthikBank®, die im letzten Jahr die 100-Millionen-Schwelle überschritten hat und zum Jahresende 107 Millionen Euro auf Girokonten, Tagesgeldkonten und langfristigen Anlagekonten verwaltet. Das sind 23 Prozent mehr als im Vorjahr. Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus gaben die Kunden den Tagesgeldkonten (100 Millionen Euro) den Vorzug. Erneut haben die Girokonten kräftig zugelegt, die ein Volumen von 42 Millionen Euro umfassen. „Eine ungebremste Nachfrage erleben wir vor allem in der EthikBank®. Das ist ein gutes Zeichen, weil jedes neue Girokonto auf einen Hausbankwechsel hinweist“, erklärt Euler.

Mutter und Tochter investieren das Geld ihrer Kunden auf Basis der sozialökologischen Anlagepolitik der EthikBank® sowohl in Kundenkredite (71 Millionen Euro) sowie in sozial und ökologisch verträgliche Wertpapiere (125 Millionen Euro).

Kreditgeschäft entwickelt sich erfreulich

Das Kreditgeschäft ist im abgelaufenen Geschäftsjahr um 4,5 Prozent auf 71 Millionen Euro gestiegen. Das Wachstum von insgesamt 3,5 Millionen Euro ist in Baufinanzierungen (+ 2 Millionen), Geschäftskredite (+ 1,2 Millionen) sowie in den ÖkoKredit der EthikBank® (+ 0,4 Millionen Euro) investiert worden.

In der „gläsernen Bank“ legt die EthikBank® seit dem letzten Jahr alle bewilligten Einzelkredite offen. Neben der Kreditsumme ist damit im Internet nachvollziehbar, für welchen Zweck der einzelne Kredit verwendet wird und in welche Region (Stadt, Landkreis) das Geld geflossen ist. Seit diesem Jahr macht auch die Mutter (Volksbank Eisenberg) alle Kundenkredite auf diese Weise transparent.

Für das laufende Jahr rechnet die Bank mit einem deutlich höheren Kreditwachstum um 10 Prozent, welches vor allem in der EthikBank® erwartet wird. Dazu sollen unter anderem die neuen Geschäftskredite für Klein- und Kleinstunternehmen beitragen, die die EthikBank® seit wenigen Wochen anbietet.

Die Risikokosten im Kreditgeschäft sind mit 435 TEUR gegenüber dem Vorjahr (550 TEUR) geringer ausgefallen. 

Jeden Monat mehrere Hundert neue Konten

Das Gesamt-Kundenvolumen der EthikBank® in Höhe von 111 Millionen Euro verteilt sich auf 11.203 Konten (8.926 im Vorjahr). Das sind genau 4.069 Tagesgeldkonten (3.439 im Vorjahr), 3.689 Girokonten (2.728 im Vorjahr) und 2.609 Anlagekonten (2.248 im Vorjahr). Hinzu kommen 234 Kreditkonten. Diese Entwicklung hat sich im neuen Jahr weiter beschleunigt: „Aktuell eröffnen wir 400 neue Konten im Monat. Die meisten davon sind Girokonten“, so Euler.

5 Prozent der Kunden verzichten auf Zinsen

Bei den Geldanlagen haben sich 5 Prozent der Kunden für ein Förderkonto entschieden. 4,35 Millionen Euro werden mittlerweile in Förderkonten verwaltet. Kunden, die sich für eine Förder-Variante entscheiden, verzichten auf einen Teil ihrer Zinsen und spenden diese einem der drei Förderprojekte der Bank. Seit 10 Jahren unterstützen Bank und Kunden den Bau von Schulen in Afghanistan, bulgarische Kinderheime sowie die bedrohte Baikalrobbe. Seitdem sind aus Bank und Kundenspenden 212.965,77 Euro zusammengekommen.

Ergebnis noch einmal gestiegen

Trotz gestiegener Sach- und Personalkosten erwirtschaftete die Bank ein ordentliches Ergebnis von 4,8 Millionen Euro (+ 7 Prozent). Die EthikBank® steuerte zum Gesamtergebnis einen Beitrag von 568 TEUR bei. Damit liegt das Betriebsergebnis mit 1,72 Prozent deutlich über dem Durchschnitt einer deutschen Genossenschaftsbank (1,15 Prozent).

Gestärkt durch sozialökologische Anlagepolitik

Klaus Euler erläutert, warum ihm die sozialökologische Anlagepolitik der EthikBank®, die auch für alle Geschäfte der Mutter verbindlich ist, recht gibt: „Dass Staaten, die die Umwelt schädigen oder Menschenrechte verletzen, langfristig auch ökonomische Probleme bekommen, haben wir während der Finanzkrise am Beispiel der USA gesehen.“ Die USA rangieren schon immer an letzter Stelle der Negativliste der Bank. „Seit Monaten beherrscht nun der nächste Wackelkandidat die Schlagzeilen. Auch griechische Staatsanleihen waren für uns schon lange vor der Eurokrise tabu, weil das sozialökologische Rating für Griechenland unterdurchschnittlich ist.“ Bei den Unternehmen zeige sich ein ähnliches Bild: „Wem unsere Negativriterien zuweilen weltfremd erscheinen, muss jetzt zur Kenntnis nehmen, dass ein Tyrann in Lybien einen brutalen Krieg gegen sein eigenes Volk führt - mit den Waffen europäischer Rüstungkonzerne, die von zahlreichen Banken Geld bekommen haben.“

Bankregulierung erhöht systemisches Risiko

Sorgen macht sich Klaus Euler ob der Überregulierung des Bankenmarktes. „Ich fürchte, dass die Politik nur noch wenige nationale Champions haben will“. Die Überregulierung sei für kleinere Institute kaum noch zu bewältigen. „Wenn das so weiter geht, werden wir eine massive Konzentration des Bankenmarktes erleben. Jede andere Industrienation beneidet uns Deutsche für unser Drei-Säulen-Modell (Großbanken, Sparkassen, Genossenschaftsbanken). Wenn es diese Vielfalt der Bankenlandschaft nicht mehr gibt, wird sich das systemische Risiko drastisch erhöhen.“ Deshalb fordert Klaus Euler von Politik und Aufsicht ein Vorgehen mit Augenmaß, welches für die nicht systemrelevanten Banken angemessen ist. 

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