Tierversuche sind tabu

12.10.2010

Mit Tierversuchen für Kosmetika hat die EthikBank® ein neues Negativkriterium in ihrer Anlagepolitik verankert. 10 Unternehmen des DAX und MDAX sind mit Tierversuchen für Kosmetika konfrontiert. Mit der Erweiterung ihrer Anlagekriterien reagiert die EthikBank® auf einen Kundenwunsch, der sich im Zeitablauf verfestigt hat.

EthikBank® erweitert Negativkriterien um Tierversuche

Mit Tierversuchen für Kosmetika hat die EthikBank® ein neues Negativkriterium in ihrer Anlagepolitik verankert. Insgesamt 10 Unternehmen des DAX und MDAX sind mit Tierversuchen für Kosmetika konfrontiert. Dazu gehören Douglas, Hugo Boss, Merck, Metro und Stada. Mit Wacker Chemie, Beiersdorf, Celsio und Symrise sind vier Unternehmen ohne Umweg von der Positiv- in die Negativliste der EthikBank® gewandert.

Auch Adidas kommt mit Tierversuchen in Berührung und ist daher neu auf der Negativliste. Adidas-Anleihen hatte die EthikBank® jedoch auch zuvor nicht in ihrem Anlageportfolio. Nie verebbende Hinweise auf Kinderarbeit waren der Grund, warum sie den Sportartikelhersteller in den Vorjahren unter „Kontroverse“ listete.

Nachhaltiger Kundenwunsch führte zu Veränderung

„Die Anlagekriterien der EthikBank® ändern sich nicht permanent, denn sie repräsentieren unser Wertesystem“ erläutert Vorstandsmitglied Sylke Schröder. „Im konkreten Fall haben wir gehandelt, weil sich im Zeitablauf herausgestellt hat, dass unseren Kunden dieses Thema wirklich wichtig ist.“ Dass engagierte Kunden ihre Bank hinsichtlich ihrer Anlagepolitik eng und kritisch begleiten, hat damit Früchte getragen.

Hintergründe zu Tierversuchen

Tierversuche sind in der Europäischen Union verboten. Dieses Verbot gilt seit dem Jahr 2003 für Endprodukte. Im Jahr 2009 wurde es ergänzt um Inhaltsstoffe. Heute sind Tierversuche nur noch erlaubt, um die Wirkung toxischer Stoffe auf die Fortpflanzungsfähigkeit, bei wiederholter Einnahme und die Beeinträchtigung des Bewegungsapparates zu untersuchen. Ab 2013 werden auch diese Tests nicht mehr erlaubt sein.

Die praktische Umsetzung bei den Herstellern lässt jedoch zu wünschen übrig. Das imug in Hannover, welches das Ethik-Research für die EthikBank® leistet, bemängelt zwei Aspekte: Zum einen schließen die Unternehmen nicht explizit aus, dass das Gesetz auch in deren Lieferantenkette berücksichtigt wird. Zum anderen könne bis heute keines der betreffenden Unternehmen ein klares Ausstiegskonzept nachweisen.

Die 6 Tabukriterien der EthikBank®

Insgesamt hat die EthikBank® nun sechs Tabukriterien.

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