Auf die Kuh gekommen

Emely Lea Stehr Emely Lea Stehr
Ein sicheres Zuhause auf Lebenszeit – das ist das Ziel von Sebastian Becher und seinem Verein Happy Kuh e.V. Bei ihm sollen Kühe und Rinder ein sorgenfreies Leben führen können – ohne Angst vor dem Schlachthaus.

Das Herzensprojekt begann vor 18 Jahren. Sebastian arbeitete zu dieser Zeit in einer Gärtnerei in München arbeitete. Hier hatten nicht nur zahlreiche Pflanzen, sondern auch einige Kühe und Kälbchen ihr Zuhause. Besonders drei junge Bullen erschlichen sich schnell den Weg in Sebastians Herz. Doch das Leben der Jungtiere sollte ein jähes Ende im Schlachthaus finden.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Sebastian Bechers Herzensprojekt begann vor 18 Jahren.
  • Ob Jungtiere oder Kühe mit körperlicher Einschränkung – auf dem Gnaden- und Lebenshof des Happy Kuh e.V. finden sie alle ein sicheres Zuhause auf Lebenszeit. 
  • Aktuell leben 15 Kühe auf dem Hof. Insgesamt hat sich der Verein bis heute um 45 Tiere gekümmert. 

Unser Kunde Sebastian setzt auf Tierwohl – ein Leben lang

 Um seine drei Schützlinge davor zu bewahren, gründete Sebastian den Happy Kuh e.V.. Was klein begann, gewann schnell an Größe. Aus drei wurden sieben Tiere, um die sich Sebastian kümmerte. Mit dem Umzug nach Hermsdorf wurde die Herde stetig größer. Heute hat sich der Verein um insgesamt 45 Tiere gekümmert.  

Kuh steht auf einer Weide
Zwei Kühe stehen auf der Weide und schauen in die Kamera

Dem Verein sind alle Kühe willkommen. Ob Jungtiere, die vor dem Schlachter gerettet werden sollen oder Kühe mit körperlichen Einschränkungen – auf dem Gnaden- und Lebenshof des Happy Kuh e.V. finden sie alle ein sicheres Zuhause auf Lebenszeit. 

Kuh Annanda beispielsweise humpelt wegen einer schweren Hüftarthrose und auch ihre Stimme versagt ihr des Öfteren. Bulle Balaram musste aufgrund eines Tumors ein Auge entfernt werden. Gründe, die ihrem Leben andernorts ein schnelles Ende beschert hätten.

In der Herde des Happy Kuh e.V. haben sie neben 14 anderen Artgenossen hingegen einen Platz gefunden, an dem sie ihren Lebensabend verbringen können.

Erst zu Beginn des Jahres 2026…

… sind der Verein und seine Schützlinge von Hermsdorf nach Unterwirbach im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt in Thüringen gezogen. Der Verein hofft, hier für die Tiere ein Zuhause für immer gefunden zu haben. Auf ihren neuen Weiden genießen sie viel Grün und eine einzigartige Aussicht auf die Saalfelder Höhe.

Ein Zuhause für immer

Das neue Gelände in Unterwirbach gehörte früher zu einer Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft. Schon damals wurden hier Kühe gehalten. „Wir bekamen die Gelegenheit, das Gelände zu kaufen – und haben sie natürlich genutzt. So brauchen wir uns keinen Kopf mehr machen, wie es in Zukunft mit uns und unseren Tieren weitergeht“, erzählt Sebastian.

Für die Zukunft wünscht sich der Gründer und Vereinsvorsitzende, ein oder zwei neue Tiere aufnehmen zu können. „Für uns sind Kühe genauso schützenswert wie jeder Hund und jede Katze. Sie haben Gefühle, entwickeln Freundschaften und leben in Familienverbänden zusammen. Und genau das wollen wir auch den Menschen zeigen, die uns besuchen kommen“, so Sebastian.

Gründer Sebastian bei den Kühen auf der Weide

Für die Zukunft wünscht sich der Gründer und Vereinsvorsitzende, ein oder zwei neue Tiere aufnehmen zu können. „Für uns sind Kühe genauso schützenswert wie jeder Hund und jede Katze. Sie haben Gefühle, entwickeln Freundschaften und leben in Familienverbänden zusammen. Und genau das wollen wir auch den Menschen zeigen, die uns besuchen kommen“, so Sebastian.

Kuhpaten gesucht

Um ihre Schützlinge zu versorgen, Tierarztbesuche und Futter finanzieren zu können, ist der Verein auf Spenden angewiesen. „Außerdem bieten wir für jedes Tier – von jung bis alt und von groß bis klein – Patenschaften an. Ab 5 Euro monatlich kann man eine Teilpatenschaft übernehmen oder sich für eine Vollpatenschaft entscheiden“, erklärt Sebastian. „Durch die Patenschaften sind dann die Tierarztbesuche abgedeckt, wir können Medikamente, Stroh und Futter kaufen“, so der Vereinsvorsitzende.

Wer lieber mit Muskelkraft statt Geld unterstützen möchte, kann den Verein auch vor Ort unterstützen. „Wir freuen uns, besonders jetzt nach dem Umzug, neue Helfer zu finden. Wer immer helfen mag und keine Angst hat, auch mal schmutzig zu werden, kann gerne kommen“. Genauere Informationen zu den Patenschaften und Spendenmöglichkeiten gibt es auf der Website des Happy Kuh e.V.

Eine braun-weiße Kuh steht auf einer Weide.

Aus der Idee, drei Jungtiere zu retten, ist ein Herzensprojekt herangewachsen. Wir unterstützen die Idee, dass nachhaltiges Handeln Verantwortung für jedes Leben bedeutet – auch dort, wo andere wegsehen.